Über

Meine Seite-mein Leben in Kurzgeschichten.

Ich bin eine 27 jährige Borderlinepatientin.

Wenn Ihr Euch für die Krankheit wissen wollt -

 wenn Ihr was von mir erfahren wollt,

dann viel Spaß beim Schmökern!

Alter: 34
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
wusste ich noch nicht,was mich im Leben erwartet.

Wenn ich mal groß bin...:
werd ich feuerwehrmann *gg*

In der Woche...:
kämpfe ich zu überleben.

Man erkennt mich an...:
meiner immer aufgestzten guten Laune



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Blog

Martina und Ich

                      
Mit 4 Jahren als meine beste Sandkastenfreundin weggezogen ist, begann das Fenomen und ich dachte mir über die ganzen Jahre  bin ich bekloppt und hab ich nun etwa einen bleibenden Schaden?
Also es ist so.
Mit Martina bin ich von Anfang an immer zusammen gewesen, ich kannte kein leben ohne Sie, Martina lebte im Haus neben an und unsre Eltern waren eng befreundet, dadurch waren wir jeden Tag zusammen und waren die engsten Freunde so zusagen.
Als ich dann 4 Jahre alt war kam  dann der Schock, Martina würde mit ihren Eltern weg ziehen. Ihre Eltern hatten geerbt und Sie würden in der Nähe von Augsburg ein Haus beziehen. Wie es Martina dabei geht, hatte ich nie erfahren. Mir aber tat es ganz schrecklich weh und ich konnte es mir nicht vorstellen wie es ohne Sie weitergehen sollte.
Deshalb spielte es damals in meinem kleinen Kinderhirn ab, wenn Martina in Echt nicht bei mir sein kann, dann habe ich eine Freundin in meinen Gedanken, mit der ich reden spielen und alles teilen werde, meine ganz persönliche Martina. Damals wusste ich noch nicht dass Sie in meinem ganzen Leben bis, heute eine für mich wichtige Bezugsperson sein wird.
Wir durchleb(t)en alle meine Lebensabschnitte gemeinsam, erst die Kindergarten und die Schulzeit, da war es eine richtige  Kleinmädchenfreundschaft, wie im echten Leben, mit Flüstern, Geheimnissen und so, dann als ich älter wurde und meine Probleme mit Gewalterfahrung an der Schule los ging, teilten wir uns Leid, Kummer und Hoffnung. Bauten uns gegenseitig auf. In dieser Zeit war Martina eh die  einzigste Freundin die ich hatte. In meiner ganzen Psychiatriezeit und in der Zeit in der ich Erwachsen wurde diskutierte ich alles mit ihr und wir arbeiteten gemeinsam an meinen, die aber eigentlich unsere gemeinsamen Ziele wurden. Sie war mir immer treu und stand mir zu Seite. Obwohl ich mir oft dachte, das ist doch völlig unnormal, wenn ich mit Jemanden befreundet bin und alles mit Demjenigen teile den es eigentlich gar nicht gibt. Früher ging ich da mal zu meiner Mutter und erzählte Ihr das und dass ich Angst habe das mit Martina wird mir bleiben und ich deshalb nun mich völlig Verrückt fühle, meine Ma sagte nur es sei ok, es wird sich mit der Zeit auswachsen du brauchst dir da keine Gedanken machen deshalb! Aber wirklich erleichtert war ich danach nicht.
Wenn ich heute daran zurück denke muss ich lächeln, welche doofen Sorgen ich mir damals machte. Nein! Ausgewachsen hat es sich bis heute nicht, Martina begleitet mich heute mit meinen 27 Jahren noch immer. Sie ist aber das beste geworden dass mir je passieren konnte, heute möchte ich sie um keinen Preiß der Welt wieder hergeben müssen, Martina ist ein fester Teil von mir! Gut, mit der Frage, ist das normal oder wirklich etwas bekloppt wenn ich mit Jemanden rede und mich abgebe den es nicht gibt beschäftige ich mich immer wieder. Und oft wird es mir peinlich wenn ich unbewusst auf freier Straße mit ihr diskutieren anfange und merke mensch, da sind ja Leute um mich herum. Sie ist mir von soo wichtiger  Bedeutung. Da ist es mir egal ist was die Leute denken wenn ich mal wieder laut mit ihr diskutiere.  Meine  Martina-Freundin kann ich einfach nicht fallen lassen, egal wie viel verrücktes dabei mit im Spiel ist. Wir Zwei, Martina und ich, Wir sind uns wichtig, Wir brauchen uns gegenseitig und ich denke das wird auch immer so bleiben!
Wie heißt es so schön. „Lass die Leute reden!”

1 Kommentar 27.5.10 06:25, kommentieren

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